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Kaninhop-Turniere

Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit

Wer mit seinem Kaninchen regelmäßig trainiert, stößt früher oder später auf Turniere. Sie werden von Vereinen ausgerichtet und haben feste Regeln. Ob eine Teilnahme sinnvoll ist, hängt vor allem vom Kaninchen ab.

Wer Turniere ausrichtet

In Deutschland sind fast alle Kaninhop-Gruppen an Vereine des Zentralverbands Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter angeschlossen. Für die Teilnahme an den meisten Turnieren ist eine Mitgliedschaft in einem solchen Verein nötig. Die Vereine bieten auch gemeinsames Training an, was gerade am Anfang hilfreich ist.

Disziplinen

DisziplinAblauf
Gerade BahnHindernisse stehen in einer Reihe, die häufigste Form
ParcoursHindernisse wie im Springreiten verteilt, mit Kurven
Punktespringenin einer festen Zeit möglichst viele Sprünge
Hochsprung und Weitsprungin Deutschland selten und nur unter strengen Auflagen

Gerade Bahn und Parcours können an der Leine oder frei laufend ausgetragen werden.

Klassen und Höhen

Die Kaninchen starten in Klassen, die nach Schwierigkeit gestaffelt sind. In der leichten Klasse der geraden Bahn stehen mindestens acht Hindernisse mit einer Höhe bis 25 Zentimeter. In der Eliteklasse sind es mindestens zwölf Hindernisse bis 50 Zentimeter. Wer in einer Klasse erfolgreich ist, sammelt Punkte und kann aufsteigen. Ergebnisse werden in einem Startbuch eingetragen, das jedes Kaninchen braucht.

Wertung

Gewertet wird nach dem Prinzip Fehler vor Zeit. Ein Fehler ist eine abgeworfene Stange oder dreimaliges leichtes Korrigieren durch den Menschen. Bei gleicher Fehlerzahl entscheidet die schnellere Zeit.

Voraussetzungen

  • eine gültige Impfung gegen die Chinaseuche (RHD), die bei Turnieren Pflicht ist
  • ein Startbuch und die passende Klassenqualifikation
  • ein gesundes, ausgewachsenes Tier
  • ein gut sitzendes Geschirr und eine leichte Leine

Was für eine Teilnahme spricht

Turniere bieten Austausch mit anderen Kaninchenhaltern, Anregungen für das Training und gemeinsame Erlebnisse. Für Kinder und Jugendliche kann Kaninhop im Verein ein Einstieg sein, Verantwortung für ein Tier zu übernehmen und viel über Kaninchen zu lernen.

Was dagegen sprechen kann

Für viele Kaninchen ist ein Turnier anstrengend: Autofahrt, fremde Umgebung, Lärm, andere Tiere, viele Menschen. Ein Tier, das schon beim Transport panisch reagiert oder in fremder Umgebung erstarrt, sollte nicht an Turnieren teilnehmen. Auch Hitze ist ein Ausschlussgrund. Ein Kaninchen, das zu Hause gern springt, muss nicht in den Wettkampf, um Freude daran zu haben.

Gut vorbereitet

Wer teilnehmen möchte, gewöhnt das Kaninchen vorher an die Transportbox, an kurze Fahrten und an fremde Orte, etwa beim Vereinstraining. Zum Turnier gehören Wasser, Heu, ein Handtuch, das Startbuch und der Impfpass. Und die Bereitschaft, ein Kaninchen nicht starten zu lassen, wenn es an diesem Tag nicht will.

Die Grundlagen des Trainings stehen unter Kaninhop für Einsteiger, der Aufbau von Hindernissen unter Einen Übungsparcours bauen.

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