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Gehegepflege im Wochen- und Jahreslauf

Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit

Ein Gehege ist kein fertiges Möbelstück, sondern ein Lebensraum, der Pflege braucht. Mit einem einfachen Plan bleibt der Aufwand überschaubar, und kleine Schäden fallen auf, bevor sie gefährlich werden.

Täglich

  • frisches Heu in die Raufe, altes Heu entfernen
  • Grünfutterreste vom Vortag wegräumen
  • Wassernäpfe ausspülen und neu füllen
  • Toilette kontrollieren, nasse Einstreu herausnehmen
  • die Tiere kurz beobachten: fressen alle, sind alle munter?
  • im Sommer: Hinterteile auf Verschmutzung und Fliegenmaden prüfen

Wöchentlich

  • Toiletten komplett leeren und auswaschen
  • Schlafhäuser ausmisten und neu einstreuen
  • Liegeflächen und Böden abfegen, Holz bei Bedarf schrubben
  • Einrichtung etwas umstellen, damit es interessant bleibt
  • die Tiere wiegen und den Gesundheitscheck machen, siehe Pflege

Monatlich

  • Gitter, Türen, Verschlüsse und Untergrabschutz kontrollieren
  • angenagte Holzteile prüfen und bei Bedarf austauschen
  • Urinstein in Toiletten und Ecken entfernen
  • Vorräte prüfen: Ist das Heu trocken gelagert und ohne Schimmel?

Frühling

Im Frühjahr wird das Gehege gründlich durchgesehen. Was hat der Winter beschädigt? Sind Holzteile morsch oder Gitter verrostet? Jetzt ist die beste Zeit für Umbauten und Erweiterungen. Die Wintereinstreu kommt raus, Schutzhäuser werden ausgeräumt und getrocknet. Frisches Gras wird langsam angefüttert. Mit den ersten warmen Tagen sind auch Mücken unterwegs, deshalb jetzt den Impfstatus prüfen.

Sommer

Im Sommer zählt der Schutz vor Hitze und Insekten:

  • Schattenplätze schaffen, etwa mit Sonnensegeln oder Pflanzen außerhalb des Geheges
  • Steinplatten oder Fliesen zum Kühlen auslegen
  • mehrere Wassernäpfe an schattigen Stellen
  • Fliegengitter an Schutzhäusern erwägen
  • Toiletten häufiger reinigen, denn Fliegen werden von Urin und Kot angelockt

Mehr zu Fliegen und anderen Plagegeistern steht im Beitrag Schädlinge im Gehege.

Herbst

Laub und Fallobst regelmäßig entfernen, da sie faulen und schimmeln. Das Dach auf Dichtigkeit prüfen, bevor die Regenzeit beginnt. Schutzhäuser werden schrittweise dicker eingestreut. Kaninchen, die draußen überwintern sollen, bleiben jetzt draußen, damit sie sich an die sinkenden Temperaturen gewöhnen und ein dichtes Winterfell bilden.

Winter

  • Schutzhaus mit dicker Strohschicht, Eingänge windgeschützt
  • Wasser mehrmals täglich auf Eis prüfen, lauwarmes Wasser nachfüllen
  • Heu reichlich und trocken anbieten, denn Kaninchen brauchen im Winter mehr Energie
  • Schnee vom Gehegedach entfernen, wenn es zu schwer wird
  • nasse Einstreu sofort tauschen, denn Nässe ist gefährlicher als Kälte

Wenn die Zeit knapp ist

Nicht jede Woche läuft nach Plan. Das Wichtigste lässt sich auf drei Dinge reduzieren: frisches Heu und Wasser, die Tiere ansehen, die Toilette sauber halten. Alles andere kann auch einmal ein paar Tage warten. Wie gründlich gereinigt wird, beschreibt der Beitrag Das Gehege sicher reinigen.

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